v5.1.7

Prunner Turm
45 m

Character of climbing: Slab
Einer der markantesten Felstürme des Altmühltals. Der Gipfel darf im Gegensatz zu den meisten anderen Felsen betreten werden. Routen zwischen 3 und 9+. Einige der absoluten Plattenklassiker des Altmühltals finden sich hier. (z.B. Totenvogel 7+, Oberbayerische Analyse 8+). Super Kinderfreundlich. (Kinderwagentauglich) Allerdings bitte bei allen Routen rings um den "Schiefen Riss" auf Steinschlag achten! Achtung aufs Seilende: Zum Umlenken der langen Touren ist mindestens ein 80m Seil erforderlich!
Best season: spring, autumn, Possible in winter time

Exposition Süd-West
Zone
Sonnig
Nicht regensicher
Perfect for children
Parken in Prunn z.B. auf dem Wanderparkplatz. Privatstrasse zu einzelnem Haus hoch und nach links zu markantem Turm mit Gipfelkreuz.


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Über den Südriss auf den Prunner Turm | Klassische Routen sicher klettern

Routes statistics

20 Climbs between 2 and 9+

Routes left -> right

  1. 1   Westgrat 2

    1 45 m

    vom Tal aus gesehen, die linke Kante des Prunner Turms. Zugewachsen, aber immer noch möglich. Nach dem Einstieg links herum auf den Turm. Größtenteils selbst abzusichern.
    Gear: unten ein bühler, ansonsten mit der alpinschlosserei nach belieben +/- dichtmaschig zuzustricken.
    Protection: No protection
    First ascent climber: ?

    1 Comments:

    echt knorke bergfahrt! zwar klassisch hakenarme linie, die zwar ein wenig
    bastlerkreativität erfordert, aber dann mit genüsslicher krabbelei, sonnigstem gipfelglück und
    krassem abseilhorror die pralle abenteuerpalette für die ganze familie bietet. Ganz nah am
    limit! :D

    BO
    bodo about 8 years ago
  2. 2   Michael Steinhoff-Ged. Weg 7

    1 40 m

    Die Tour zweigt am ersten Bühler der SW-Wand (diesen am besten verlängern) nach links in einen Riss ab (dort neuer 14er-Bühler). Sie folgt dem Riss und der logischen Linie bis an eine Kante links vom Totenvogel. Am Ende der Kante quert sie nach rechts in Richtung des TV-Ausstiegs. Die Schlüsselstelle ist mit drei Bühlern sehr gut abgesichert. Am Ende der Kante ist es auch möglich, geradeaus weiterzuklettern. Dort stecken aber keine Haken mehr. Die Schuppen in diesem Bereich sind nicht vertrauenswürdig genug, um dort zu bohren. Sie klingen alle hohl. Wer also gerade weiterklettert und erst spät quert (oder sich alternativ durch das Gemüse zum Gipfel gräbt), hat ordentlich Luft unter den Sohlen... besser also unten nach rechts. Direkte Variante ebenfalls von KN erstbegangen; clean belassen.
    Bei direktem Ausstieg Achtung. Hier kein fixes Material mehr. Route quert tiefer an Bühlern nach rechts.
    Gear: Bühler
    Protection: classic
    First ascent climber: K. N. at 2019-10

    1 Comments:

    Tolle Züge in fantastischem Fels im mittleren Drittel. Erkaufen muss man sich
    das allerdings durch einen irgendwie umständlichen Einstieg (am Besten Linksbogen über die
    Platte) gefolgt von einer echt ungemütlichen Rissstelle und durch irgendwie unbefriedigende
    Ausstiegsoptionen. Rechts rum in den Totenvogel ist irgendwie blöd und gerade rauf ist
    vielleicht OK wenn man das kennt und weiß dass das Zeug hält. Aber wer macht sich schon die Mühe
    das vorher auszuchecken... In der Gesamtheit ein Wechselbad der Gefühle das den Rezensent ratlos
    bzgl. einer abschließenden Beurteilung zurücklässt. Einen Stern würde ich nicht vergeben und die
    Sicherung ist nach meinen Maßstäben auch nicht "sehr gut" da man bei einem Sturz nach der
    Rissstelle dem darunter liegenden Band verdammt nahe kommt.
    Das untere Drittel ist so wie im Bayerjura Führer eingezeichnet (gerade den Riss hoch) kaum
    kletterbar weil der Riss mit dornigem Gestrüpp zugewachsen ist und auch kaum Sicherungsoptionen
    bietet. Alternativ Linksbogen geht dort ganz gut und ist nett zu Klettern, hat aber Seilzug zur
    Folge.

    ingo over 2 years ago , Changed: over 2 years ago
  3. 3   SW-Wand 6+

    1 1 45 m

    Steigt links vom Totenvogel ein, quert dann nach rechts. (evtl. Stand) Abschließend Riss / Verschneidung zum Ausstieg. 1. frei S. Gschwendtner 1977
    Gear: Keile!
    Protection: classic
    First ascent climber: S. G. at 1977

    1 Comments:

    So schwer kann 6+ sein ;-)
    Sehr schöne Tour!

    MA
    martin about 5 years ago
  4. 4   Totenvogel 7+

    2 1 4 40 m

    Traumtour, aber nicht ohne! Es gibt im Prinzip drei Einstiegsoptionen: Eine Warmduschervariante ganz links. Eine mittlere bei der man vor dem ersten Haken sauber klettern muss und danach noch eine "Traudichstelle" hat und das Original rechts: Unangenehm bis zum ersten H.
    80 m Seil erforderlich wenn man bis ganz oben geht!
    Gear: Mittlerer Rock vor dem 1. Haken. Am Band zw. 1. und 2. Haken SU möglich.
    Protection: classic
    First ascent climber: B. at 1982

    4 Comments:

    monstertour mit hohem erlebniswert. für die schlabberplatte unten mit vier +/-
    schäbigen einzelstellen entschädigt die obere hälfte mit ungeahnt griffigen tropflochleisten,
    fetter piazschuppe und ergonomischem sloperausstieg (ausstiegsrinne weiter zum gipfel ist
    eingebohrt). der einstieg ist echt nicht so trivial und beim ungesicherten abgang besteht
    ausgesprochen gute aussicht auf pfählung. wem das keine freude bereitet, kann mit 6er/7er rocks
    unten im einstiegsriss oder cleverclipstick vorbeugen (aber wer hat schon’n 8m-teil außer
    tschechische hochseeangler?).

    BO
    bodo about 8 years ago

    Ja ich brech ab, "tschechische hochseeangler"! Aber mal im Ernst, ich hab den
    Einstiegsbereich gar nicht so wild in Erinnerung. Oder hab unbewusst eine Kneiffervariante
    gemacht. Aber: Monstertour mit Traumgarantie: YES!

    GR
    grishan about 8 years ago

    tja, haste wohl noch nie jesehn, wie sich tschechen in der fränkischen die
    routen hochangeln, wat? vielleicht biste ja die linke „kneifervariante“ eingestiegen (links vom
    block); den (r)echten einstieg (rechts vom block, riss) find ich nicht sogängig, dafür aber eben
    besser absicherbar.
    mal ganz abgesehen davon fand jemand das alles wohl immer noch zu leicht, hat kürzlich den
    untergriff in der letzten plattencrux mit nahezu chirurgischer sorgfalt entsorgt und das klippen
    des bolts und die folgenden züge zur nerven- oder ringbandsäge gemacht. vielen dank...

    BO
    bodo about 8 years ago

    Die Route hat übrigens drei Einstiegsvarianten: Links rum: Für Warmduscher
    und Angsthasen, Mittig: Gerade hoch: Für alle die wissen wo die Griffe sind und das Original
    rechts rum für den Traditionalisten. Bei der mittleren und rechten Variante sind Keile möglich
    und angeraten. Ich persönlich halte die rechte Originalvariante für die moralisch
    anspruchsvollste.

    ingo over 2 years ago , Changed: over 2 years ago
  5. 5   Müslifrau 8+/9-

    4 0 28 m

    Nette, lange Route. Einstieg wie Müsliman, links der Verschneidung, Nach dem Riss dann links auf die Wand. Ausgesprochen kleingriffige und kleintrittige Schlüsselpassage.
    Protection: very good
    First ascent climber: I. K. at 1999
  6. 6   Müsliman 8-

    1 5 2 25 m

    War mal 7+, dann 8-, aber 8 passt auch, oder?
    Gear: Kleiner Keil an der Crux möglich
    Protection: classic
    First ascent climber: H. B. at 1982

    2 Comments:

    Also in der Fränkischen wäre das eine vollwertige 8+...

    IN
    ingoknito about 8 years ago

    sehr feine tour! zwar schon kniffelig und kniffig, aber nicht gar so plattig
    wie die nachbarn und dafür etwas griffiger. ich finde übrigens die stelle unten an der sanduhr
    echt nicht so ohne und den aufrichter zur ausstiegspiaze auch ziemlich herb... also, eine liga
    mit der parodontose, würd ich auch sagen

    BO
    bodo about 8 years ago
  7. 7   Schiefer Riss 7+

    1 25 m

    Der markante Riss in der Südseite. Die Route wurde von Hain Esser um fast gut 10m verlängert. (leicht brüchig). Achtung: verlängerte Variante braucht mindestens 80m Seil zum ablassen!! Super Route!
    Protection: classic
    First ascent climber: K. A. at 1977

    1 Comments:

    Ich hab heute eine einzelne Exe aus der Tour geborgen.
    Wer diese vermisst, darf sich gerne bei mir melden.

    SI
    SimonJoRa over 1 year ago
  8. 8   Oberbayerische Analyse 8+

    4 3 22 m

    Der Klassiker und die Normtour im Altmühltal in für diesen Grad. Klassisch von unten erschlossen. Im Einstieg zwei Varianten möglich. (Original = grade rauf). Gewonnen hat man erst, wenn man die UL (frei!) geklippt hat. Langsam bürgert es sich ein, noch die paar Meter bis zum UL von "Ring frei" mitzunehmen...
    Gear: Zwischen 2. und 3. Haken kleiner Rock möglich. Zwischen 3. und 4. Haken mittlerer Rock [7er passt perfekt!] anzuraten, zumindest wenn man o.s. unterwegs ist und noch keinen Plan hat wie der 4. Haken zu klippen ist...
    Protection: classic
    First ascent climber: S. G. at 1982

    3 Comments:

    unten ganzgenaugewusstwiewackelei, bei der man sich auch als
    ganzgenauwiewissender noch gut den go versauen kann, wenn man nicht genug valium geschmissen
    hat. oben dagegen erstaunlich dynamisch für ne platte und sogesehen durchaus anspruchsvoll
    hinsichtlich der inneren erregungslage des aspiranten. also nicht zuviel einwerfen, sonst hat
    man evtl. nicht genug schub im arsch! ...und für ne platte hab ich jetzt ganz schön muskelkater
    im kreuz...

    klettert das heutzutage auch noch jemand ab und zu ab? so, zum warmmachen...? :)

    BO
    bodo about 8 years ago

    nach meiner erkenntnis handelt es sich bei dem rechten einstieg um den
    orginaleinstieg. den ersten haken hat der brunner hans ende der 80 etwas nach links verlegt, da
    abflieger aus der ersten schlüsselstelle vorher um die kante gewickelt wurden.
    die beiden einsteige schenken sich nichts!

    EL
    elte about 8 years ago

    der gerüstanker vom hans brunner wurde anstelle eines bühlers gesetzt. ich
    werd mal meinen alten führer von 1983 rauskramen.
    mir wurde mal die geschichte erzählt, daß der gschwendtner sepp das im vorstieg erschlossen hat
    (mit sticht haken zur sicherung!)
    es existiert aber auch das gerücht, die oberbayerische wäre schon vorher als technotour
    erstbegangen worden, im damals noch vorhandenen baum wurde eine "schwebesicherung" verwendet
    (gell da freuen sich die sachsen!!!!)

    EL
    elte about 8 years ago
  9. 9   Ring frei 9+

    1 2 17 m

    Einstieg wie "Oberbayerische Analyse". Nach dem 2. H dann mehr oder weniger gerade die Kante rauf. Unten wilde Einzelstelle, oben gewusst wie und "Drann bleiben". Top-Boulder-Route. Tipp für alle, die fluchen weil man im TR immer neben der Route hängt: Einfach den UL von "Weg des geringsten Wiederstands benutzen und keine ZwH einhängen....
    Protection: classic
    First ascent climber: H. E. at 2001

    2 Comments:

    Wie kann es sein, dass es zu diesem Traumweg noch keinen Kommentar gibt. Erst
    die fummeligen Einstiegsmeter der Oberbayerischen hocheiern, dann kommt diese wahnsinns
    Boulderpassage, die Fingerkraft und absolutes Körpergefühl abverlangt. Zum Schluss folgt noch
    ein etwas pumpiger 6er Riss an dem man es nicht vergeigen sollte. Einer der Routen, die man in
    Prunn gemacht haben sollte.

    DE
    Derschwabe123 over 1 year ago

    Ist der Crock witz mittlerweile ausgelutscht? egal, ich mach ihn einfach:
    Wars denn auch eine ethisch saubere crock-begehung? wenn nicht —> downgrade ;)

    LE
    Leoliebtleberkas over 1 year ago
  10. 10   Ruhe vor dem Sturm 9

    3 17 m

    Superglatt. Sehr kleingriffig
    Gear: Einstieg von rechts. Keil vor dem ersten Haken!!
    Protection: classic
    First ascent climber: H. B. at 1984

    3 Comments:

    Das ist ja mal ein super zaaches Brett ! Neuner mit 10er Einzelstelle ?

    SI
    SimonBauer about 5 years ago

    Yupp, dem kann ich nur zustimmen. Aber im Februar ist es natürlich auch viel
    zu warm für solche Touren.... :-)

    ingo about 5 years ago , Changed: about 5 years ago

    Extrem harte Route für den Grad. Extremer Boulder.

    MA
    Manne123 about 1 year ago
  11. 11   Weg des geringsten Widerstands 9-

    4 17 m

    Wohl eine leichtere 9-. Aber sehr glatt. Gut Schuhe helfen...
    Gear: Ersten Haken mit Clipstick vorklippen oder Keile und Schlinge um Wurzel.
    Protection: very good
    First ascent climber: S. G. at 1982

    4 Comments:

    Leichtere 9-? Einstieg und Mittelteil ja! Aber oben hab ich den namensgebenden
    Weg an der großen flachen Dulle verzweifelt gesucht.

    GR
    grishan about 8 years ago

    also leicht find ich die nicht. würd eher sagen solide bzw standard neunminus
    im altmühltal!

    OR
    organizer about 8 years ago

    deswegen sind elend und conan ja auch schwere 9- ! ;)

    OR
    organizer about 8 years ago

    Gute Route, kletterbar fü den Grad. Old School

    MA
    Manne123 about 1 year ago
  12. 12   Südriss 5

    1 0 40 m

    Sieht leichter aus als er ist. Teilweise verdammt glatt. Nichts für Anfänger! //naja, mit ergänzenden keilen/friends schon sehr gut absicherbar. ab wandmitte dubiose blöcke, obacht am wandfuß wenn da jemand überm 3./4. bühler unterwegs ist!
    Gear: kleines bis größeres gerät empfehlenswert! z.b. einstieg bis 1. haken: mittlerer friend (camalot 2) und kleinerer keil (rock 5 o. 6), mittelteil größerer friend (camalot 3) oder hex 8, runouts obenraus: mittlere keile (rocks 6-10) oder kleinere friends
    Protection: classic
    First ascent climber: H. B.
  13. 13   Direkte Südwand 6-

    0 38 m

    Steigt ein wie Südriss. Dann rechts auf die Platte. Die ersten 20 m sind sehr gut gesichert. Danach kommt nichts mehr bis zum Gipfel. (Am besten umlenken sobald keine Haken mehr in sichtweite sind...)
    Protection: classic
    First ascent climber: H. B.
  14. 14   SO-Kante 5+

    3 40 m

    Schöner Riss. Teilweise glatt und unangenehm überm Haken. Nach oben hin spärlicher gesichert!
    Gear: Keile!
    Protection: classic
    First ascent climber: ?

    3 Comments:

    Achtung in dem Riss überwintern zwei Fledermäuse! Ich würde die Tour den
    Winter nicht mehr machen um diese nicht zu stören.

    LA
    Landolini over 5 years ago

    Gibts ne Möglichkeit einen Hinweis anzubringen?

    DE
    derlurch over 5 years ago

    Jetzt gibt es einen zweiten Umlenkhaken zum redundanten Ablassen. Lohnt sich
    denk ich für einen Umlenker, bei dem 6-7 Routen enden. Maillon mit Ring schraub ich die nächste
    Zeit noch rein.

    SI
    SimonBauer about 5 years ago
  15. 15   Schmalspur 8

    4 25 m

    Wirkt zwischendrin etwas gesucht.
    Protection: classic
    First ascent climber: S. G. at 1981

    4 Comments:

    Für 8- ein Witz, deshalb erhöhe ich mal auf 8.

    ingo about 8 years ago

    1981 war der Grad 8- halt noch 8- und das war dann auch der Grad. Heute wohl
    schon eher 8 aber dann halt keine ehrliche 8 mehr.
    Eigentlich sollte es sowieso nur 1 und Null geben, denn es ist nicht nur die Schwierigkeit die
    zählt sonder auch die Linie, bzw. Route selber.

    ME
    meister about 8 years ago

    Ich find die Züge nicht viel leichter als die vom „Weg des geringsten
    Widerstands“...aber mein Durchstieg steht ja noch aus...vielleicht schweb ich mal für klassisch
    8- Richtung umlenker :-)

    MA
    martin over 5 years ago

    Hab neulich beide nacheinander gemacht. Optisch passt die Bewertung schon so
    aber beim klettern isses wohl kaum ein ganzer Grad. Ums Eck ists beim Müslimann und der
    Müslifrau die gleiche Situation. Das ist schon manchmal lustig das Thema mit den Graden hier...

    LA
    Landolini over 5 years ago
  16. 16   Turmtheater 9+

    2 0 25 m

    Bitterböse H. Esser - Kreation, die auch ducrh hartnäckigstes Ausbouldern nicht immer zu bezwingen ist.
    Protection: very good
    First ascent climber: H. E. at 1999
  17. 17   Kraftakt 7+

    1 0 20 m

    anspruchsvoll, Keile!
    Gear: Keile!
    Protection: classic
    First ascent climber: W. G. at 1982
  18. 18   Börsenfieber 9-

    2 20 m

    Anspruchsvoll
    Protection: classic
    First ascent climber: H. B. at 1992

    2 Comments:

    Bin hier beim durchstöbern mal drüber gestolpert. "Anspruchsvoll" als
    Routenbeschreibung ist ja schon fast sarkastisch, auf jeden Fall aber euphemistisch :D
    Klassisches Altmühltal-Understatement mal wieder ;)

    LA
    LangerHering over 4 years ago

    Dann versuche ich mich Mal an einem etwas differenzierten Kommentar zur
    Routenbeschreibung:dafür muss ich aber etwas weiter ausholen...
    Gute Bedingungen bzw. "Conditions" wie man inzwischen sagt sind am Prunner Turm gar nicht so
    einfach zu bekommen. Im Sommer eigentlich immer viel zu warm und im Winter oft viel zu kalt
    zeigt sich die Ostseite dieses "Prunner Monuments". Zusätzlich weht dann im Winter auch oft ein
    kühler Wind und lässt die Würstelfinger eines jeden Kletterers noch mehr gefrieren. Und doch
    sieht man immer wieder Kletterer nach Prunn kommen, die zuallererst mal den "Kraftakt"
    ansteuern, die Tour links des Börsenfiebers. Eine solide 7+ in bestem Fels, noch dazu vom
    Meister Güllich persönlich erstbegangen, wirkt natürlich eine hohe Anziehungskraft auf Kletterer
    aus... Könnte ja ein lohnender "Warm-Up-to-Go" sein...- Beäugt man dann aber die Hakenabstände
    in der Route (eher weit + 1 bis 2 Keile sind fast Pflicht) sucht man sich dann doch eher eine
    andere Aufwärmroute (vielleicht den H. Koch-Ged. Weg oder Westwand?)
    Doch jetzt Mal zur Nachbarroute, um die es ja eigentlich hier geht:
    ‌Das Börsenfieber hieß tatsächlich noch nicht immer Börsenfieber. Erstbegangen wurde die Linie
    nämlich mit dem Namen "Zip-Zip-Kartunk" (der Name des Erstbegehers ist mir leider entfallen ).
    Beim Einstieg gleich wie das "Börsenfieber" zog die Route dann nach links in den Kraftakt und zu
    dessen Umlenker. Der Routenname bezog sich wohl auf die Absicherung: einem wackeln den, halb aus
    dem Bohrloch herausragenden Bohrhaken am Einstieg, gefolgt von zwei sehr fraglich zu
    plazierenden Keilen. Der Name stand wohl für das Geräusch, das bei einem Sturz des Vorsteigers
    zu erwarten gewesen wäre.
    ‌Also eigentlich eine feine Sache find ich, dass der Hans Brunner diese Route noch einmal
    "überarbeitet" hat. Jetzt zieht das Börsenfieber gerade nach oben und trifft dort auf die von
    rechts kommende (und kürzlich sanierte) "Miniverschneidung" (7). Vom psychischen Standpunkt her
    gesehen ist das Börsenfieber nach wie vor ganz vorne dabei bei den Prunner Routen. Das Klippen
    des zweiten Hakens hat schon so manchen Aspiranten das Zittern in die Wadeln getrieben (mir
    auch!). Und auch die Rechtsschleife (von der auch im aktuellen Kletterführer die Rede ist)
    fordert den Aspiranten. Denn direkt in Falllinie der Rechtschleife kommt der Boden (bzw. der
    schräge Hang) bedrohlich nahe und man fürchtet im Fall des Falles wie eine Abrissbirne in den
    Hang zu scheppern.
    ‌Als ich diese Route geklettert bin habe ich mir eine Lösung ohne der "Rechtschleife"
    ausgebouldert und den Haken darüber mit 2 Bandschlingen nach unten verlängert. Ich hatte damit
    eine Sicherung auf der gleichen Höhe wie der bereits vorhandene Bolt, nur eben deutlich weiter
    links. Und ganz ohne Abrissbirnengefahr. Der Klipp am zweiten haken lässt sich mit etwas Mut
    schon machen und der Rest der Tour ist dann vergleichsweise harmlos.
    ‌Von den Prunner Neun-Minusen zwar schon eher eine der schwereren, aber dafür auch noch ganz
    ohne Speck und schwarzen Tritten.
    ‌Falls ich jetzt also jemanden für diesen Winter für die Tour motivieren konnte...viel Spaß!
    ‌(PS: gute Conditions: im Winter an einem sonnigen Tag vormittags + ein Toprope kann man sich
    sehr gut über die frisch sanierte Miniverschneidung einhängen;-)

    SI
    SimonBauer over 4 years ago , Changed: over 4 years ago
  19. 19   Miniverschneidung 7

    1 2 20 m

    Kurze aber lohnende Verschneidung mit kleinen Griffen und Tritten.
    Besser nicht klettern, wenn jemand unterhalb am Einstieg der SO-Kante steht. 1. Einige lose Steine liegen am Einstieg rum. 2. Nicht alle Griffe 100 Prozentig fest. Wenn mal ein Griff daherkommt fliegt der genau in die Richtung.
    Gear: 4 Bühler, 2 Umlenker
    Protection: classic
    First ascent climber: H. B. at 1982

    2 Comments:

    Die Route ist saniert. Es gibt einen Standhaken für den Sicherer.

    SI
    SimonBauer about 5 years ago

    Sehr geil:)
    Danke fürs sanieren

    MA
    martin about 5 years ago , Changed: about 5 years ago
  20. 20   Schwerelos 7

    3 20 m

    rechteste route auf der ostseite, etwas unwegsamer zustieg. Weite Abstände.
    Gear: 5 bühler, zwischen 3. und 4. haken keil möglich (z.b. rock 5 o. 6)
    Protection: classic
    First ascent climber: H. B. at 1983

    3 Comments:

    da versteckt sich eine echte perle in der steilen ostwand! selten griffige und
    homogene meter für prunner verhältnisse und bei feuchterer witterung recht lange trocken,
    allerdings leider gerade dann besonders mühsam zu erreichen... wegen des sehr abschüssigen
    einstiegsbereichs den vorsteiger am besten erst dann einsichern, wenn der erste haken einghängt
    ist...

    BO
    bodo about 8 years ago

    Kann mich dem nur anschließen. Eine tolle Ausdauerroute mit tollen Strukturen
    in rauem Fels. Der erste Haken steckt in der Tat unangenehm hoch. Da sollte man vorher nicht
    abgehen weil man sonst vermutlich bis runter zum Einstieg von der Oberbayerischen Analyse fällt
    ;-) Besser vorclippen.

    SI
    SimonBauer about 5 years ago

    Es gibt mittlerweile ein kurzes Fixseil wenn man die Rinne etwas weiter
    hochgeht und dann nach links quert und ein Haken in Bodennähe verhindert das man komplett
    abstürzen kann. Das Anklettern des ersten richtigen Hakens fand ich gut kontrollierbar, wer sich
    nicht ganz sicher ist sollte den aber vllt trotzdem vorhängen.
    Ansonsten echt eine klasse Tour! Für mich auf einem Niveau mit der Westwand an der Prunner Wand,
    bloß noch richtig rau und cool zu klettern. Ob früher alle Prunner Touren so griffig waren?

    LA
    Landolini over 2 years ago